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description: Eine portable 2m und 70cm T2LT Antenne für kleines Geld - selbstgebaut
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- - meta
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- property: og:image
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content: https://draussenfunker.github.io/images/diy/t2lt/t2lt-fertig-gebaut.jpeg
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# T2LT Antenne für 2m und 70cm
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Eine portable 2m und 70cm T2LT Antenne für kleines Geld - selbstgebaut.
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Sehr einfach zu bauen und damit perfekt für Einsteiger.
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## Bauteile
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Die Antenne besteht im Wesentlichen aus einem einfachem RG-174 Koaxialkabel mit einer gewickelten Spule.
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- 6 m an RG-174 Koax-Kabel
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- ca. 5 cm PVC oder HDPE-Rohr mit einem Gesamtdurchmesser von 25 mm als Spulenkörper
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- ca. 5 cm an großem Schrumpfschlau, der das Rohr + die Wicklungen überdecken kann
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- 1 m dünne Schnur (hierbei empfehlen wir eine gut sichtbare Farbe zu wählen, Stichwort "high visibility")
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- ca. 90 cm an dünnen Schrumpfschlau der über das Kabel + Schnur passt
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- BNC-Stecker passend zum Kabeldurchmesser zum Ancrimpen (oder anderer gewünschter Stecker)
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- Klett-Kabelbinder
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:::tip Tipp
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Wie bei allen Draußenfunker-Antennen könnt ihr auf dem Discord-Server mal nachfragen, ob euch jemand ein Bastel-Kit für diese Antenne zusammenstellen und zuschicken kann.
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Zu Material + Versandkosten Preisen.
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## Werkzeug
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- Abisolierzange
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- BNC-Crimpzange
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- ggf. einen Lötkolben, je nach BNC-Stecker
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- Bohrer, 3 mm
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- Seitenschneider oder Kabelschere
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- Maßband oder Zollstock
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- Heißluftgebläse oder Föhn
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- Stift oder Tape für Markierungen
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- Sekundenkleber
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## Zusammenbau
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Das Ziel besteht darin, die folgende Konstruktion herzustellen:
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### BNC-Stecker anbringen
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Wir beginnen damit, den BNC-Stecker an einer Seite des Kabels anzubringen.
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Dafür müssen wir das Kabel in verschiedenen Tiefen abisolieren.
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In diesem Beispiel nutzen wir einen BNC-Stecker mit einem kleinen Lötfenster, in dem das Kupfer angelötet werden muss.
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Es gibt aber auch andere Stecker, die nur gecrimpt werden müssen, beispielsweise mit einem goldenen Pin.
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Für unseren Stecker müssen wir am Ende lediglich ein kleines Stück Kupfer vollständig abisolieren, damit es angelötet werden kann.
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Der Kupferteil sollte dabei nur so lang sein, dass es im Kontakt liegt.
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Die weiße bzw. transparente Innenisolierung sollte so lang sein, dass sie durch das Rohr geht und im Lötfenster minimal herausguckt.
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Dadurch wird sichergestellt, dass der Innenleiter des Kabels innerhalb des Rohrs keinen Kontakt zum Gehäuse bekommt.
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Das Schirmgeflecht sollte dann über den geriffelten Teil des Rohrs geführt werden.
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Der Kabelmantel sollte direkt am äußeren Ende des Rohrs abschließen.
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Nachdem das Kabel richtig abisoliert wurde, muss es durch das Rohr geführt und dann angelötet werden.
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Nach erfolgtem Anlöten kann die Kapsel darübergezogen und angecrimpt werden.
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### Spule vorbereiten und wickeln
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Danach messen wir 5 m auf dem Kabel **hinter** dem BNC-Stecker ab und markieren die Stelle mit einem Stift oder Tape.
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Anschließend bohren wir drei Löcher in die Spule bzw. das Rohr.
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Zwei davon befinden sich jeweils mittig auf der Spule, links und rechts, mit einem Abstand von 27 mm zueinander.
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::: tip Tipp
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Testweise solltet ihr das Kabel **vor** den Bohrungen auf dem Rohr aufwickeln und messen, wie breit die Löcher für die neun Wicklungen bei euch auseinander sein müssen.
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Je nachdem wie dick euer Koax-Kabel ist, braucht ihr mehr als die 27 mm Abstand.
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Das dritte Loch kommt auf der rechten Seite etwas unter dem bereits gebohrten Loch.
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Es kann aber auch etwas weiter rechts davon gebohrt werden, falls ihr noch Platz habt, sodass ihr die Schnur besser anknoten könnt.
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Nach den gebohrten Löchern kommen wir nun zur Wicklung der Spule.
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Zieht dazu das Kabel am Antennenende durch das erste Loch (linke Seite) von innen nach außen, bis ihr die markierte Stelle bei 5 m erreicht habt.
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Ihr solltet jetzt links vom Loch euer 5 m langes Kabel mit dem angecrimpten BNC-Stecker haben, während der Rest oberhalb des Rohrs liegt.
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Wickelt das Kabel nun **neun Mal** eng um das Rohr und steckt das restliche Kabel anschließend in das Loch des Rohrs, sodass es auf der Innenseite wieder herauskommt.
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Bevor ihr alles strammzieht, müsst ihr die Schnur noch durch das dritte Loch führen und anknoten.
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Wenn die Wicklungen schön stramm und eng sind, könnt ihr optional noch etwas Sekundenkleber an den Löchern und dem Knoten auftragen.
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### Antennenleiter
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Dann messen wir ca. 45 cm vom Kabel nach der Spule ab und markieren diese Stelle erneut mit einem Stift oder Tape.
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Ab dieser Markierung messen wir weitere 43,5 cm ab und markieren auch diese Stelle oder schneiden das überschüssige Kabel direkt nach dieser Stelle ab.
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Anschließend entfernen wir vom Ende des Kabels (vorausgesetzt, das überschüssige Kabel wurde bereits abgeschnitten) bis zur Markierung den Mantel und die Schirmung.
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**Wichtig**: der weiße bzw. durchsichtige Innenleiter bleibt dabei dran!
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:::tip Tipp
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Um die Schirmung einfacher zu entfernen, schiebt ihr diese bis zur Markierung nach unten.
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Dadurch staut sich das Material und kann dann ganz unten an der Markierung abgeschnitten werden.
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Dieser 43,5 cm lange, offene Teil des Kabels ist dann die eigentliche Antenne.
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### Schrumpfschläuche
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Zuerst den dünnen Schrumpfschlauch über die Schnur **und** das Ende mit dem abisolierten Kabel ziehen.
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Dies ist etwas fummelig und kann auch etwas dauern, vor allem mit der Schnur.
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Danach kann ganz einfach der große Schrumpfschlauch über den dünnen gezogen werden, bis er die gewickelte Spule bedeckt.
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Nun können wir beide Schrumpfschläuche nacheinander schrumpfen.
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### Abschluss
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Damit die Antenne einsatzbereit ist, müssen wir mit der überschüssigen Schnur noch eine Schleife binden.
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Dafür wurde bei diesem Foto der „Perfection Loop“-Knoten genutzt (auf YouTube gibt es Videos dazu) und anschließend die restliche Schnur abgeschnitten.
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Abschließend können wir die Antenne mit einem Antennenanalyzer (z. B. dem NanoVNA) für das 2m und 70cm Band überprüfen.
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Danach bringen wir den Klettkabelbinder an einer Seite an, rollen das Kabel zusammen und die Antenne ist einsatzbereit.
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Die Antenne sollte dann so aussehen wie auf dem ersten Bild am Anfang dieser Anleitung.
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